Doppleruntersuchung der Nierenarterien

 

Wie oben beschrieben, ist die Niere hauptsächlich verantwortliches Stellglied für den Blutdruck im Körper. Daher können Veränderungen in der Nierendurchblutung auch leicht zu einem oft schwer behandelbaren Blutdruck führen.

Mit Hilfe der Doppleruntersuchungen der Nierenarterien können Engstellen in den Nierenarterien ausfindig gemacht werden, um damit eventuell die Blutdruckursache zu beheben, und nicht nur Blutdruckmedikamente zu verordnen.

Wichtig ist jedoch, dass nicht jede Engstelle der Nierenarterien auch wirklich für den Bluthochdruck verantwortlich ist. Man hat eine Zeitlang jede gefundene Nierenarterienstenose operiert oder von innen aufgedehnt. Die Ergebnisse waren jedoch ernüchternd: Es hat sich gezeigt, dass nur manche dieser Aufdehnungen wirklich den Blutdruck senken konnten oder die Nierenfunktion verbessern konnten, nämlich wenn:

  • Junge Menschen mit „Fibromuskulärer Dysplasie“, die oft beidseitige und viele Engstellen aufweisen, behandelt werden
  • Wenn ein Bluthochdruck plötzlich und massiv aufgetreten ist, und noch nicht allzu lange besteht,
  • Und wenn es zu einer raschen Verschlechterung der Nierenfunktion durch die Stenose gekommen ist 

 

In anderen Fällen ist es jedoch durch den Eingriff zu Komplikationen gekommen, bis hin zum kompletten Nierenversagen oder zur Nierenentfernung.

 

Um abschätzen zu können, ob ein Eingriff an der Nierenarterie einen Erfolg haben könnte, muss man daher untersuchen, ob die Niere schon Schaden genommen hat, oder ob sie sich durch einen Eingriff wieder erholen kann.

Dies geht praktisch nur mit der Duplexsonographischen Messung der intrarenalen Widerstände, der RI-Messung, bei der man abschätzen kann, wie viel Widerstand die Niere dem strömenden Blut entgegensetzt.

Das erklärt auch, warum die MR-Angiographie und CT-Angiographie zwar gut geeignet sind, um Engstellen zu finden, nicht aber, um vorherzusagen, ob sich der Eingriff auch lohnt.